Koi-Krankheiten
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Krankheiten bei Koi

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Krankheitssymptome:

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Der Koi scheuern sich am Boden oder Gegenständen

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Der Koi klemmt die Brustflossen an den Körper

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Der Koi flattert mit der Brustflosse während des Schwimmen

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Der Koi schwimmt ruckartig durch den Teich

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Der Koi sondert sich von den Artgenossen ab

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Der Koi schwimmt in der Nähe des Frischwassereinlaufes.

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Der Koi springt über das Wasser

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Der Koi schnappt an der Wasseroberfläche nach Luft

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Der Koi neigt seine Kopf permanent nach unten

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Der Koi atmet schneller als gewöhnlich

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Die Augen des Koi sind nicht mehr klar

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Auf dem Koi sind graue Stellen zu sehen

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Die Flossenränder sind errötet und / oder ausgefranst

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Der Koi verweigert das Futter

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Der Koi ist stark abgemagert

Krankheitsbilder:

Saprolegnia

Die beiden Erreger Saprolegnia parasitica und Saprolegnia diclina sind überall im Wasser (und im Boden) vorkommende Pilze aus der Klasse der Oomyceten. Die Zoosporen sind in der Lage, sich rasch in neue Pilzhyphen weiter zu entwickeln und so neues Gewebe zu befallen. Dadurch kann ein Fisch in kürzester Zeit mit Pilzfäden überzogen werden, wenn seine normalen Abwehrmechanismen versagen. Begünstigt wird das Pilzwachstum durch niedrige Temperaturen und niedrige pH-Werte.Die Infektion von Fischen mit Saprolegnia spp. ist mit dem bloßen Auge als wattebauschähnlicher Belag auf Haut und Kiemen zu erkennen. Bei einer andauernden Infektion kann die Farbe von Weiß nach Grau oder auch Grün wechseln; die Beläge sehen dann schmutzig-filzig aus. Die Haut unter den Belägen ist häufig ulzeriert; es enstehen also Lochbildungen, und der Weg für Bakterien in den Körper des befallenen Fisches ist frei.

 
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Ichthyo


Ein Wimperntierchen mit einem hufeisenförmigen Großkern und einer Länge von etwa 1 mm, das sich in der Regel auf der Haut seiner Wirtstiere ansiedelt, gelegentlich aber auch die Hornhaut der Augen und das Innere der Mundhöhle befällt. Der Lebenskreislauf dieser Schmarotzer vollzieht sich in drei Stadien, dem Schwärmerstadium, bei dem die jungen Parasiten frei im Wasser schwimmen und sich ein Wirtstier suchen, dem Wachstumsstadium auf der Haut des Wirts, bei dem die Tiere heranreifen, und dem Bodenstadium, bei dem sich die Tiere im Boden enzystieren, also mit einer Gallerthülle umgeben und durch Zellteilung vermehren, worauf der Zyklus von neuem beginnt. Erkrankte Fische weisen am Körper, den Flossen und den Kiemen weiße Knötchen auf, die sich bei starkem Befall zu grauen Flecken vereinigen; die Haut ist stark verschleimt, die Atmungsfrequenz erhöht, und die Tiere scheuern sich an festen Gegenständen und magern immer mehr ab. Die Grießkörnchenkrankheit ist sehr ansteckend und kann sich binnen kurzem über sämtliche Fische eines Beckens verbreiten; zusammen mit den Primärinfektionen treten oftmals auch Sekundärinfektionen durch Bakterien und Pilze auf.

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Karpfenlaus


Hierbei handelt es sich um eine Krankheit, die von Krebstierchen der Gattung Argulus, den sogenannten Karpfenläusen hervorgerufen wird. Diese Parasiten werden 7-10 mm lang und sind gut auf der Haut der Fische zu erkennen, wo sie sich mit Saugnäpfen und Klammerhaken festheften und mit einem Stachel Blut saugen. Sie schwimmen von einem Fisch zum anderen und lassen in der Regel rote Einstichstellen mit einem rosa Hof zurück. Der Stich der Fischläuse ist giftig und kann beim Wirtstier Lähmungserscheinungen oder den Tod hervorrufen. Außerdem kann er auch den Erreger der infektiösen Bauchwassersucht übertragen.

 

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Karpfenpocken


Karpfenpocken (lat. Epethelioma papillosum carpio)
Karpfenpocken sind gallertartige Veränderungen der Epidermis.
Der "Ausbruch" oder die Symptome beginnen meistens an den Flossen wo sich langsam unregelmäßige gallertartige Veränderungen bemerkbar machen und sich bis auf den ganzen Köper ausbreiten können.
Die grauen (altweißen) bis rosafarbenden Veränderungen können mehrere Millimeter bis hin zu mehreren Zentimeter werden. Sie sind ansteckend.
Die Karpfenpocke gehört zu den Herpes Viren. Bitte nicht mit dem KHV verwechseln !
Karpfenpocken treten meist bei fallenden Temperaturen auf. Im Frühjahr wenn das Wasser wärmer wird verschwinden sie meisten vollständig.
Ein weiterer Umstand der zur Entstehung führen kann sind schlechte Wasserbedingungen oder Stress.


 

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Costia


Costia wird von einem etwa 10-15 Mikrometer langen Geißeltierchen hervorgerufen. Costia necatrix, so der Name dieses Parasiten, hat eine ovale Gestalt und heftet sich mit protoplasmatischen Fortsätzen ans Epithel, also an die oberste Schicht des Hautgewebes der Fische, und pflanzt sich dort durch Längsteilung fort. Die Körperoberfläche und die Kiemen befallener Fische werden von einem grauen Belag überzogen; die Tiere scheuern sich verstärkt und bekommen schließlich überall blutunterlaufene und wundgeriebene Stellen. Die Krankheit wird direkt übertragen und ist deswegen äußerst ansteckend. Betroffen sind vor allem junge und kleinere Fische in überfüllten Becken.

 

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Chilodonella


Die Krankheit wird von Wimperntierchen der Gattung Chilodonella hervorgerufen. Diese Ektoparasiten haben eine ovale Körperform und werden etwa 40-70 Mikrometer lang; ihr hinteres Körperende ist eingekerbt, und ihr Protoplasma erscheint aufgrund zahlreicher kleiner Vakuolen, mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, ziemlich grobkörnig. Erkrankte Fische scheuern sich oft an Steinen und anderen festen Gegenständen und schwimmen sehr langsam; ihre Haut, insbesondere der Nacken bis zum Ansatz der Rückenflosse, ist weißbläulich bis grau eingetrübt, und löst sich in einem fortgeschrittenen Stadium in Fetzen ab. Sind auch die Kiemen befallen, zeigen die Fische eine erhöhte Atemfrequenz und halten sich zumeist in Oberflächennähe auf. Die Chilodonella-Krankheit erfasst in der Regel zuerst geschwächte oder verletzte Fische und breitet sich in überfüllten Becken von diesen auf gesunde Exemplare aus, sie verläuft bei starkem Befall immer tödlich, da sie die Haut und die atmende Oberfläche der Kiemenblättchen zerstört.

 

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Gyrodactyliden


Die Gyrodactyliden, also die Saugwürmer der Gattung Gyrodactylus, sind lebendgebärend und siedeln sich bevorzugt auf der Haut ihrer Wirtstiere an, wo sie sich von den Epidermiszellen ernähren. Befallene Fische zeigen entzündete Stellen und eine weißliche bis durchscheinende Haut; die Tiere sondern verstärkt Schleim ab und scheuern sich an festen Gegenständen, kleine und junge Exemplare tragen gewöhnlich schwere Gesundheitsschäden davon.

 

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Dactylogyrus


Hierbei handelt es sich um die sogenannte Kiemenwurmkrankheit, die von Saugwürmern der Gattung Dactylogyrus hervorgerufen wird. Diese Parasiten, die eine Länge von etwa 2 mm haben, heften sich mit einer Haftscheibe und zwei Klammerhaken vor allem an den Kiemenblättchen der Fische fest; befallenen Tieren ist anfangs äußerlich fast nichts anzumerken, ein "spucken" und gelegentliches scheuern ist festzustellen. Mit der Zeit stellen sich jedoch verstärkt Kiemenschäden und -blutungen und insbesondere bei Jungfischen schließlich der Tod durch Ersticken ein.

 

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Lernaea


Krankheitserreger sind die Ruderfußkrebse der Gattung Lernaea. Die parasitär lebenden Weibchen dieser Tiere besitzen am Kopf ankerförmige Fortsätze, mit deren Hilfe sie sich im Muskelgewebe ihres Wirtstieres festhalten; sie sind etwa 20 mm lang und gut mit bloßem Auge erkennbar, da ihre wurmförmigen Körper und ihre Eiersäcke zum Teil aus der Haut der befallenen Fische ragen. Ihre bevorzugten Opfer sind Goldfische und Cichliden. Erkrankte Tiere leiden an Blutarmut, magern stark ab und haben gelegentlich auch Leberschäden.

 

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Trichodina

Trichodina sind wie die Ichthyobodo parasitäre Einzeller. Mit ihrer untertassenförmigen Form und einem Ring aus Wimpern (Cilien) bewegen sie sich auf ihren Opfern voran. Trichodina findet man selbst auf gesunden Koi. Es bildet sich ein grauer Körperfilm den die Parasiten nützen um sich noch schneller zu vermehren. Auch hier kommt es wie bei dem Befall durch Ichthyobodo zu erhöhter Infektionsgefahr durch Bakterien und Pilzen. Trichodina infiziert auch noch zusätzlich die empfindlichen Filamenten der Kiemen was zur Atemnot führen kann. Hier werden die Fische auch wieder lethargisch und träge.

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Krankheiten:

Schuppensträube:
Die Schuppensträube äussert sich - ähnlich wie bei der infektiösen Bauchwassersucht – durch abstehende Schuppen, so dass die Fische wie ausgetrocknete Fichtenzapfen aussehen. Ihr Körper ist geschwollen und die Augen treten hervor (Glotzaugen). Sind blutunterlaufene Einzelschuppen festzustellen, so ist es möglich, dass eine infektiöse Bakterieninfektion der Haut vorliegt. Die erkrankten Fische schwimmen träge umher und atmen schwer. Ein bis zwei Tage später sterben sie gewöhnlich, nachdem sie vergeblich versucht haben, aus der Rückenlage in normale Schwimmlage zurückzukehren. Die Schuppensträube kann verschiedene Ursachen haben. Es kann sich um eine Darmerkrankung durch falsche Ernährung handeln. Sie kann aber auch die Folgeerscheinung von Frühjahrsviremie, Tuberkulose oder Ichthyophonus sein.

Erythrodermatitis:
Erythrodermatitis ist eine Erkrankung, die bei schlechten Haltungsbedingungen auftreten kann. Sie lässt sich zwar eindämmen, tritt aber gewöhnlich bei der nächsten Schwächung der Fische wieder auf. Die Krankheit ist bakteriell bedingt und unterscheidet sich von der Kolumnaris-Krankheit durch glattrandige, tiefrote Geschwüre, die Weiß umrandet sind. Zu erkennen sind Geschwüre und Löcher auf dem Körper der Fische. Eine Verfütterung von Antibiotika und Sulfonamiden sind wirksam.

Gasblasenkrankheit:
Zu dieser Erkrankung kann es bei Zugabe von frischem, unter Druck stehendem Leitungswasser oder durch zu starke Sonneneinstrahlung kommen. Infolge einer Gasübersättigung des Wassers bilden sich Gasblasen unter der Haut, in der Gewebsflüssigkeit und im Blut. Besonders Jungfische sind stark gefährdet. Es ist zu empfehlen, die betroffenen Fische sofort in normales Wasser umzusiedeln. Um den Gasüberschuss auszutreiben, sind eine starke Belüftung und Wasserbewegung erforderlich.

Befall mit Fischegel:
Die Art „Piscicola“ kommt in Mitteleuropa am häufigsten vor. Dabei handelt es sich um einen bis zu 5 cm langen Egel mit scheibenförmigen Saugnäpfen an beiden Körperenden. Damit heftet er sich am Fischkörper fest und saugt Blut und Körpersäfte. Bei massenhaftem Befall werden die Fisch sehr geschwächt und dadurch auch anfällig gegen andere Krankheiten. Kurzzeitbäder mit Kochsalz sind empfehlenswert.

Befall mit Argulus-Karpfenlaus:
Diese „Karpfenlaus“ ist schildförmig abgeplattet und misst etwa 8 mm im Durchmesser. Mit schaukelnden Bewegungen nähert sie sich den Fischen, heftet sich am Fischkörper fest und sauget Blut und Körpersäfte. Wie beim Egelbefall schwächen sie dadurch ihren Wirt sehr und können gleichzeitig Krankheiten übertragen. Außerdem besteht die Gefahr der nachträglichen Infektion der durch die Stiche entstandenen Wunden. Kurzzeitbäder mit Kaliumpermanganat, Lysol, Kochsalz  können Abhilfe schaffen.

Befall mit Lernea/Ankerwürmern:
Bei genauem Hinschauen erkennt man zahlreiche bis 0,8 cm lange helle Fäden, die aus der Haut heraushängen. Die Fische scheuern sich und zeigen blutunterlaufene Flecken auf der Haut. Kurzzeitbäder mit Kochsalz, Formalin, Kaliumpermanganat sind ratsam.

Befall mit Kiemenwürmern:
Die Fische halten die Kiemen für lange Zeit offen oder geschlossen. Beim Abspreizen der Kiemendeckel findet man weiße Flecken auf den Kiemenplättchen. Bei starkem Befall fehlen sogar ganze Kiementeile. In der Folge ist eine hohe Atemfrequenz beobachtbar. Nachzuweisen sind die Verursacher durch Kiemenabstriche, welche unter dem Mikroskop betrachtet werden. Es sind 0,5 - 1 mm große Würmer. Kurzzeitbäder mit Kochsalz, Formalin, Malachitgrün sind ratsam.

Fisch- und Karpfenpocken:
Dieses ist eine Viruserkrankung die bei Koi oft im Frühjahr auftreten kann. Es handelt sich dabei um weiße, wachsartige Wucherungen auf dem Körper und an den Flossen. Koi infizieren sich mit Karpfenpocken, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist. Über die Krankheit weiß man bisher noch sehr wenig. Karpfenpocken töten die Koi zwar nicht, die Wucherungen sehen aber hässlich aus und mindern deshalb den Wert des Fisches.

SVC/Frühjahresvirämie:
Eine Krankheit die hauptsächlich im Frühjahr bei ansteigenden Temperaturen auftritt. Die Viruserkrankung führt zu folgenden Symptomen: Aufgetriebener Körper, dessen Inneres mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. Ferner erkennt man die Virämie an blassen Kiemen, manchmal auch Blutungen am Körper, unter der Haut und sehr häufig am After. Die Leber und die Milz sind vergrößert. Die Viruserkrankung ist äußerst ansteckend. Infizierte Koi übertragen ihn durch den Kot und durch direkten Kontakt über die Schleimhaut. Bei Befall sollte eine Stützbehandlung mit Antibiotika und Sulfonamiden gegen bakterielle Sekundärinfektion durchgeführt.

Bandwürmer:
Diese Schmarotzer sind bei Karpfen weit verbreitet und können mit dem Futter aus anderen Teichen eingeschleppt werden. Bandwürmer können an folgenden Symptomen erkannt werden: Abmagerung und schlechtes Wachstum, vor allem bei Jungfischen. Eine Fütterung von Arzneipellets auf der Basis von Din-Butyl-Zinnoxyd ist ratsam.

Ichthyophthirius
Dabei handelt es sich um eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Sie beruht meistens auf einer allgemeinen Schwächung, befällt aber auch gesunde Koi. Die Krankheit ist epidemisch und deshalb leicht übertragbar. Die befallenden Fische sind am Körper und an den Flossen mit einer Unmenge kleiner, weißer Punkte besetzt. Im allgemein werden für die Heilung Malachitgrün, Acriflavin und Methylenblau eingesetzt. Am wirkungsvollsten ist FMC.

Bakterielle Flossenfäule:
Ist eine bakterielle Erkrankung, welche durch schlechte Haltungsbedingungen begünstigt wird. Ursache ist eine Infektion durch Aeromonaden, Flexibakter u.a. Das Krankheitsbild zeigt sich anfänglich dadurch, dass sich die Flossen - vor allem die Schwanzflosse - entzündet und blutig unterlaufen ist. Die Flossen fasern schließlich aus und faulen im Endstadium bis in den Körper hinein weg. Die Krankheit ist nur im Anfangsstadium heilbar. Bewährt haben sich Langzeitbäder mit Chloromycetin bzw. Chloramphenicol, Kochsalz, Malachitgrün, Phenoxethol und Terramycin.

Kiemenfäule:
Die Kiemenfäule ist äußerlich schwer festzustellen und schreitet sehr schnell fort. Zu sehen ist, dass die Koi eine hohe Atemfrequenz haben. Zu finden sind graue, schmierige Kiemenblätter. Die Kiemenfäule wird durch Algenpilze hervorgerufen. Beim Zerfall der so genannten Algenblüte tritt sie am häufigsten auf. Sie kann durch entsprechende Haltungsbedingungen vermieden werden. Ein Langzeitbad in Terramycin sowie Verfüttern von Sulfonamiden sind ratsam. Auch ein Bad in Kupfersulfat kann heilend helfen.

Verpilzungen:
Verpilzungen beruhen auf Verletzungen der Schleimhaut und einer allgemeinen Schwächung infolge von Überbesatz. Auch schmutziges Wasser, zu krasse Wasserwechsel, zu kühler Haltung können einen Pilzbefall fördern. Zuerst werden verletzte Körperstellen durch Fischschimmel (Saprolegnia) befallen, dann wächst der Pilz auch im gesunden Gewebe weiter. Es bilden sich wattebauschartige, weißgraue Beläge, die nach und nach den ganzen Körper befallen. Zur Heilung können Kurzzeitbäder mit Kochsalz oder Malachitgrün eingesetzt werden. Die befallenen Stellen betupft man täglich mit Kaliumpermanganat, Mercurochom oder Jodtinktur.

Costia:
Diese Krankheit ist weit verbreitet und tritt vor allem in Hälternterungen und Winterteichen auf. Costia ist ein Parasit und führt zu extremer Schwächung der Koi. Auf der Körperfläche der Fische ist ein zarter, schleierartiger Belag zu beobachten. Stärker angegriffene Stellen der Haut sind blutunterlaufen und daher gerötet. Die Koi zeigen oft schaukelnde Schwimmbewegungen. Auch Scheuern sowie geklemmte Flossen sind beobachtbar. Empfohlen werden Kurzzeitbäder mit Formalin. Auch eine Temperaturerhöhung des Wassers auf 30° C führt zur Ausrottung von Costia.

Trichodina:
Trichodina ist ein Parasit, der unter dem Mikroskop in der Form eines Hakenkranzes erscheint. Befallen werden Haut und Kiemen. Die Vermehrung erfolgt durch Querteilung. In Winterteichen, ganz allgemein auch bei dichtem Besatz, ist der Befall stärker. Dabei bekommt die Haut einen feinen, schleierartigen Belag, der sich bei zunehmendem Befall verstärkt. Die Fische sind unruhig, die Sterberate steigt schnell an. Bei starkem Kiemenbefall schnappen die Koi an der Oberfläche nach Luft. Kurzzeitbäder mit Kochsalz, Formalin oder Methylenblau sind ratsam.

Chilodonella:
Die erkrankten Koi zeigen eine weißbläuliche Trübung der Haut. Vor allem in der Nackenregion bis zum Ansatz der Rückenflosse kann es zu einem pflasterartigen Befall der Haut mit Chilodonella kommen. Dieser kann so stark sein, dass man den Eindruck gewinnt, es handle sich um Pocken. Bei starkem Befall kann sich die Haut auch fetzenartig ablösen. Die Koi scheuern sich am Boden und schwimmen matt und träge herum. Zur Untersuchung eignen sich nur lebende Koi, tote Exemplare werden von Chilodonella schnell verlassen. Kurzbäder mit Formalin können Linderung schaffen. Eine Malachit-grün-Behandlungen tötet den Parasiten jedoch sicher ab.

 

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